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Gartenplanung - Kleingarten

Mit der Planung des ersten eigenen Kleingartens geht für Gartenfreunde ein Traum in Erfüllung. Und viele machen sich nach einer kurzen Begutachtung des neuen Grundstücks sofort auf den Weg ins Gartencenter, um die Pflanzen einzukaufen. Doch halt! Bevor Sie den ersten Spatenstich machen, sollten Sie einen detaillierten Plan Ihres künftigen Paradieses anfertigen. Denn nur so wird es Ihnen auch ohne Gartenerfahrung gelingen, aus den vielen Möglichkeiten ein harmonisches Ganzes zu gestalten, bei dem das eine zum anderen passt.

Befindet sich der Garten in einer Kleingartenanlage müssen die Kriterien der kleingärtnerischen Nutzung beachtet werden. Demnach hat in einem Kleingarten die Fläche zu mindestens einem Drittel mit Obst- und Gemüse bedeckt zu sein. 

Broschüre des Landesverband der Gartenfreunde zum Thema wie komme ich zu einem Kleingarten, was kostet er mich und was ist kleingärtnerische Nutzung. 

 

Wege zum Erfolg - pflegeleichter Kleingarten

Sie haben sich entschlossen, in ihrem Kleingarten eigenes Gemüse anzubauen? Der erste Schritt zum Erfolg ist die Planung. Der Kleingarten sollte praktisch und leicht zu bearbeiten sein. Denn ein Problem ist immer die Zeit. Die Gestaltung des Gartens, seine Größe, die Anordnung der Beete, die Wege, sogar die Lage des Grundstücks bestimmen darüber, wie produktiv er ist und welchen Arbeitsaufwand er erfordert. Viele Kleingärtner haben nur am Wochenende Zeit, sich um Ihren Garten zu kümmern. Mit den folgenden Strategien kann man selbst mit geringem Zeitaufwand verblüffend produktiv schmackhaftes und gesundes Obst und Gemüse im eigenen Garten ziehen.

 

Was man dazu benötigt?

 

Gesunden Menschenverstand, zeitsparende Arbeitstechniken und Konzentration auf das Wesentliche. Und  - Toleranz -  für Zeiten, in denen einen das „Un“kraut über den Kopf zu wachsen droht.

 

Strategien des pflegeleichten Gärtnerns

 

- Gerade als Einsteiger sollten Sie sich an „sichere“ Gemüse halten, die nicht viel Arbeitsaufwand fordern aber in Ihrer Gegend erfahrungsgemäß gute Erträge bringen. Solche produktiven anspruchslosen Sorten bilden das Rückgrat jedes pflegeleichten Gemüsegartens. Kartoffeln gehören mit zu dieser Gruppe von „Selbstläufern“, sie verzeihen fast jeden Anbaufehler. Gibt es etwas Köstlicheres als eine frisch ausgegrabene Kartoffel?
- Überlegen Sie, welche Pflanzen Ihnen wirklich schmecken und wieviel Sie tatsächlich davon verbrauchen können. Verschenken macht zwar auch Freude, aber wer will schon 5 mal die Woche Zucchini essen müssen? Überzählige Produkte verschlingen viel Zeit und Platz in den Beeten.
- Erstellen Sie zum Anfang des Jahres eine komplette Pflanzliste, am besten basierend auf einer Zeichnung, die genaue Details über Pflanzabstände und Anzahl der benötigten Pflanzen enthält. Und vor allem: Halten Sie sich an Ihren Plan! Lassen Sie sich von den schön bebilderten Katalogen nicht verführen, zu viel zu bestellen.
- Gärtner mit viel Zeit können viele Pflanzen aus der eigenen Anzucht anbauen. Bedenken Sie aber, das Säen zu umgehen, spart enorm viel Zeit. Wenn Sie säen möchten, nehmen Sie Pflanzen, die direkt ins Beet gesät werden können, wie Bohnen, Erbsen und andere robuste Pflanzen.
- Verwenden Sie Sorten mit hoher Schädlings- und Krankheitsresistenz. Damit sparen Sie sich den Aufwand die Pflanzen gegen Befall zu schützen. Beugen Sie der Ausbreitung von Krankheiten und Schädlingen vor, denn ein etablierter Schaden ist viel schwieriger zu bekämpfen.
- Arbeiten Sie mit Mischkulturen um die Fähigkeiten der Pflanzen zu nutzen, sich gegenseitig zu fördern oder zu schützen.
- Sparen Sie sich das Umgraben der Beete im Herbst, bereiten Sie die Beete im Frühjahr mit entsprechend verteiltem gut verrottetem Gartenkompost oder Mist vor und überlassen Sie es den Würmern, das organische Material in den Boden ziehen.
- Gemüse und Obst gedeihen besser in guten, fruchtbaren Böden. Bereiten Sie daher den Boden gut auf die nachfolgende Saat vor. Pflanzen, die in einem guten Boden wachsen, werden kräftiger und sind nicht so anfällig gegenüber Krankheiten.
- Breiten Sie so oft es geht Mulch über Ihre Beete aus. Eine Mulchschicht lässt das Unkraut nicht hoch kommen, hält die Feuchtigkeit im Boden zurück, Sie ersparen sich jäten und zu viel Wässern.
- Installieren Sie ein Bewässerungssystem. Das Bewässern an heißen Sommertagen kann gut und gerne täglich 2-3 Stunden in Anspruch nehmen. Und beherzigen Sie die goldene Regel des Wässerns: „Lieber einmal und gründlich als mehrmals und täglich!“ Ein tiefer Wasserstand regt die Pflanzen zu tieferer Wurzelbildung an. Das gilt vor allem für ältere Pflanzen. Frische Saaten und junge Pflanzen müssen allerdings permanent mit Wasser versorgt werden. Hierzu eignen sich besonders Systeme mit Tröpfchenbewässerung.
- Schreiben Sie Ihre Erfahrungen in ein Gartentagebuch und sammeln Sie die Pflanzpläne der letzten Jahre. Sie werden staunen, wie Ihnen über die Jahre der Rückgriff auf diese Unterlagen bei der Planung des neuen Jahrs helfen wird.
Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit den benachbarten Gartenfreunden. Auf diese Weise sammeln Sie rascher einen wichtigen Erfahrungsschatz, als wenn Sie sich jahrelang über Versuch und Irrtum an das Optimum heran tasten.

 

Und das Wichtigste?

 

- Setzen Sie Prioritäten und erledigen Sie die Arbeiten in der verfügbaren Zeit. Aussaat bzw. das Einpflanzen der Jungpflanzen und das Wässern der Kulturen haben immer erste Priorität.
- Lassen Sie auch mal „Unkraut“ stehen. Solange es nicht wirklich stört, sind Wildkräuter Nahrung für viele Nützlinge und Teil einer gesunden Mischkultur. Die meisten Wildkräuter vermehren sich erst über die Samenstände, Handlungsbedarf besteht also in erster Linie bei den hartnäckigsten Kräutern, wie Giersch und Ackerwinde. Informieren Sie sich über die Arten der Wildkräuter die in Ihrem Garten vorherrschend sind und handeln Sie pragmatisch.
- Rückschläge gehören mit zum normalen Gärtnern, nicht jedes Jahr hat dieselben Erfolge, in einem Jahr gibt es Tomaten in Hülle und Fülle in anderen Jahren Erdbeeren. Freuen Sie sich über die Besonderheiten des aktuellen Gartenjahrs.
Sehen Sie sich als erfolgreicher Gärtner an und bewahren Sie sich den anfänglichen Enthusiasmus Sobald die Gartenarbeit zur Belastung und lästigen Pflicht wird, leiden die Pflanzen und Ihr Scheitern ist vorprogrammiert. Sammeln Sie Erfahrung und Selbstvertrauen, dann können Sie später mehr und besser anbauen.
- Ihr Garten soll ein Ort der Erholung und der Freude sein. Richten Sie ihn so ein, dass Sie sich dort gerne aufhalten, sogar bei der Arbeit. Pflanzen Sie duftende Blumen, umhüllen Sie sich an Ihrem Lieblingsplätzchen mit Wohlgerüchen und bunten leuchtenden Farben.

 

Garten soll Erholung und Freude bieten!

 

 

 

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