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Keimprobe: Keimfähigkeit von Saatgut überprüfen

Jedes Jahr zu Beginn des Jahres in der Zeit der Planung der neuen Gartensaison wird es auch Zeit, sein vorhandenes Saatgut auf seine Keimfähigkeit zu überprüfen. Nur keimfähiges Saatgut verspricht eine Auflaufen einer genügenden Anzahl von Keimlingen aus der dann eine Auswahl für die Aufzucht getroffen werden kann. 

 

 

 

 

 

 

Keimzeit

Grundsätzlich hat jeder Samen eine bestimmte genetisch bedingte Zeitdauer, in der er keimen kann. Wobei keimen die Zeit bezeichnet, die das Saatgut vom Aussähen bis zur Sprossenbildung benötigt. Je nach Saatgut wird der Impuls für die Keimung von äußeren und inneren Veränderungen gestartet. Einige Samen benötigen dafür Frostperioden, andere große Hitze, wie sie z. B. bei Waldbränden entsteht, um die Initialzündung für die Keimung und die anschließende Keimzeit zu erhalten. Diese Bedingungen sind im Saatgut gespeichert und nur wenn alle äußeren  notwendigen Bedingungen eintreffen, kann die Keimung starten. 

 

Grundbedingungen für die meisten Pflanzen sind eine geeignete Temperatur,

bestimmte Lichtverhältnisse oder ein ausreichendes Wasserangebot. 

 

Im Verlauf der Wartezeit des Saatguts auf die Initialzündung können äußere Faktoren, wie der Einfluss des Wetters, Tiere, Luftfeuchtigkeit, Schimmelbildung, etc. die Keimfähigkeit negativ beeinflussen. Jedes Saatgut hat daher eine ideale Aufbewahrungsmethode, die von Aufbewahrung im Kühlschrank bis zu einfacher Aufbewahrung in Tütchen an einem trockenen Ort bis zur Aufbewahrung im Trockenschrank reichen kann. Für den Hausgebrauch empfiehlt sich eine trockene (relative Luftfeuchtigkeit unter 25 %) und kühle (unter 10 °C) Lagerung in direkt nach der Aussaat wieder fest verschlossenen Tütchen.

 

Keimfähigkeit

 

"Die Keimfähigkeit eines Saatgutes bezeichnet die Fähigkeit der Samen unter den für ihre Art günstigen Faktoren zu keimen.

Sie nimmt zudem Einfluss auf die Keimzeit und die Qualität der Keimlinge. Nur Pflanzensamen die keimfähig sind, können Keimlinge bilden. Samen die aus verschiedensten Gründen diese Fähigkeit eingebüßt haben, werden auch als taub bezeichnet und aussortiert. Die Keimfähigkeit des Saatgutes hängt unter anderem von der Dauer seiner Lagerung, den Bedingungen seiner Lagerung und der Pflanzenart ab. Die Keimfähigkeit eines Saatgutes wird in Prozent angegeben. Steht auf einer Samenverpackung beispielsweise, dass die Keimfähigkeit bei 85 Prozent liegt, heißt das, dass im Durchschnitt 85 von 100 Samen keimen. Diese Zahl wird auch Keimrate genannt. Die übliche Keimrate liegt zwischen 30 und 90 Prozent. Bei einer Keimrate unter 50 Prozent gilt die Keimfähigkeit als gering. Die Keimfähigkeit der Samen ist somit die Basis für die Keimung und die damit verbundene Keimzeit."

(Quelle: http://www.garten-schlueter.de/ratgeber/saatgut/keimzeit/ - letzter Download 16.01.2016)

 

"Haltbarkeit von Saatgut

 
1–2 Jahre:
Fenchel, Möhren, Lauch, Pastinaken, Schwarzwurzeln, Zwiebeln, Bohnenkraut, Kümmel, Majoran, Schnittlauch
 
2–4 Jahre:
Bohnen, Erbsen, Kohlgewächse, Kresse, Radieschen, Rettich, Kopfsalat, Spinat, Dill
 
4–6 Jahre:
Gurken, Kürbis, Melonen, Zucchini, Sellerie, Endivie, Tomaten, Kohlrüben, Basilikum"
 
(Quelle: http://www.krautundrueben.de/?redid=664929 - letzter Download 16.01.2016)
 

Keimprobe

 

Bei frisch gekauften Saatgut steht die Haltbarkeit auf der Tüte aufgedruckt. Von älterem Saatgut lässt sich eine Keimprobe durchführen, um zu prüfen, wie hoch die wahrscheinliche Erfolgsquote beim Aussäen ist. Für kleinere Samen zählt man eine bestimmte Anzahl von Samen ab (8-10) und legt sie auf angefeuchtetes Küchenkrepp aus.  Dann deckt man alles mit Folie ab. Die Keimprobe wir nun an einem hellen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung und bei der für die betreffende Art optimalen Temperatur aufgestellt. Größere Samen könnten entweder in Sand oder in dünne Aussaaterde ausgelegt werden, um eine bessere Anfeuchtung zu erreichen. 
 
Während der Keimzeit muss die Unterlage feucht gehalten werden. Ist die auf der Samentüte angegebene Keimdauer verstrichen, zählt man, wie viele Samen gekeimt sind. 
Bei einer Quote von mehr als 50 %, lässt sich das Saatgut problemlos verwenden. Gehen die Samen nur zögerlich, spärlich oder ungleichmäßig auf, sollte besser neues Saatgut gekauft oder zumindest doppelt so viel Samen wie gewöhnlich zur Keimung ausgebracht werden, um eine normale Keimrate zu erreichen. 
 
 
 
 
Wenn keine Keimung mehr möglich ist, kann das Saatgut immer noch als Vogelfutter verwendet werden. /bo

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