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Erholung und Freizeit im Garten - was ist erlaubt?

"Erholung und Freizeit Keine Frage: Der Anbau von Obst und Gemüse steht im Mittelpunkt der Kleingartenidee. Doch ein schöner Garten birgt Ruhe und Entspannung. Deshalb schließen die Regeln auch das Anpflanzen von Blumen und Ziersträuchern, Rasenflächen oder die Anlage von Gartenteichen nicht aus, solange dies den Anbau von Gartenfrüchten nicht aus dem Vordergrund verdrängt.

Daher zählen auch Beete mit Sommerblumen zur kleingärtnerischen Anbaufläche. Gerade altbekannte Arten wie Phlox, Aster und Levkoje, Pfingstrose, Küchenschelle und Dahlie, Löwenmaul und Ringelblume, Reseda, Goldlack oder die Stockrose sind typisch für den Kleingarten. Auch Ziersträucher und -gehölze darf man pflanzen, solange sie ein vertretbares Maß halten.

Die Zweiteilung zwischen Nutz- und Zierpflanzen ist heute ohnehin in vielen Fällen nicht mehr haltbar: Blüten und Laub der Gewürztagetes etwa sind eine köstliche Bereicherung für Salate. Gleiches gilt für die einst nur zur Zierde angebaute Kapuzinerkresse. Und aus den Früchten der Zierquitte mit ihrem hohen Vitamin-C-Gehalt lassen sich Gelees und Konfitüren bereiten, während man ihren Saft als Alternative zum Zitronensaft verwenden kann.

Gartenteich

Als Feuchtbiotop kann ein kleiner Teich der Natur wie dem Gärtner helfen – als Lebensraum wichtiger Schädlingsvertilger und als Quell der Ruhe. Ein solcher Teich darf nicht größer als zehn Quadratmeter sein und nicht mit Beton oder Mauerwerk angelegt werden. Flache Randzonen sind wichtig für die naturnahe Entwicklung des Kleinstgewässers. Fische haben im naturnahen Teich nichts zu suchen. Sie vertilgen Frosch- und Krötenlaich und reduzieren damit den ökologischen wie den gärtnerischen Nutzen.

Badebecken

Ein Kleingarten ist kein Wochenendgrundstück. Doch nicht nur Kinder freuen sich, wenn im Sommer kühles Nass die Hitze lindert. Erlaubt ist ein nicht in das Erdreich eingelassenes Badebecken, das leicht transportabel ist. Es darf höchstens 3,60 Meter Durchmesser haben und bis zu 90 Zentimeter hoch sein.

Schaukel, Rutsche und Co.

Kinder sollen sich wohlfühlen im Kleingarten. Deshalb gibt es für Spielgeräte aller Art keine gesetzlichen Einschränkungen.

Pavillons und Zelte

Was Schutz vor Regen gewährt, transportabel ist und nur vorübergehend genutzt wird, ist im Grundsatz erlaubt. Im Einzelfall können weitere Regeln – etwa eine Beschränkung auf bestimmte Monate – im Pachtvertrag festgelegt sein.

Grillen im Kleingarten

Feste, offene Feuerstellen wie Herde, Öfen oder Kamine sind in der Laube und auf der Parzelle nicht erlaubt. Einen transportablen Grill darf man aber draußen benutzen. Beim Grillen sollte man allerdings immer einige Grundregeln beachten. Die Belästigung anderer durch Rauch und Geruch sollte sich auf ein Minimum reduzieren. Im Zweifel verhindert ein Gespräch mit dem Nachbarn unnötigen Streit. Wichtig ist auch die Wahl eines geeigneten Grillplatzes – mit festem Untergrund und weit genug entfernt von brennbaren Gegenständen. Der Grill sollte zudem nie unbeaufsichtigt bleiben, bis auch die letzte Glut erkaltet ist. Das gilt doppelt, wenn Kinder zugegen sind."

 

Quelle: Kleingartenbroschüre "Das bunte Grün" Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin, Seite 30-31/52, letzter Zugriff 11.02.2015

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