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Kompost  - Dünger aus dem eigenen Garten

Gärtnern mit Kompost

Ein Komposthaufen gehört in jeden Kleingarten, umso mehr in einen pflegeleichten Gemüsegarten. Gartenkompost ist eine wertvolle Zutat, um den Boden zu verbessern und ihm Nährstoffe zurück zu geben. Kompostieren ist nicht schwer, da das Rohmaterial im Laufe eines Gartenjahres von alleine anfällt. Es kostet nichts und das Endprodukt stellt sich ohne größeren Arbeitsaufwand ein.

Wer nachhaltig seinen Kleingarten bewirtschaften will, verwendet möglichst ausschließlich Kompost zur Düngung seiner Gemüse- und Ziergartenkulturen. Hochwertige selbst hergestellte Komposterde aus stellt die umweltfreundlichste Quelle für Dünger dar. Kompost ist natürlicher Bestandteil des Stoffkreislaufs im Garten ohne die Belastung durch Emissionen die bei der Herstellung und dem Transport von Mineraldüngern entstehen. 

 

Gartenordnung und Kompost

Zur kleingärtnerischen Nutzung gehört neben der Nutzung des Gartens zum Obst- und Gemüseanbau auch die Rückführung von Pflanzenabfall und anderem kompostierbarem Materialien in den Kreislauf des Gartens. Diese Verpflichtung findet sich daher auch in den jeweiligen Pachtverträgen bzw. den Gartenordnungen der Kleingartenvereine. 

 

"Gesunder Pflanzenabfall und anders kompostierbares Material muss grundsätzlich im Kleingarten kompostiert werden und darf nicht zur Abfuhr gegeben werden. Kranken Pflanzenabfälle sind ordnungsgemäß zu entsorgen" 

(Quelle: Bezirksverband Charlottenburg der Kleingärtner e. V. Ruhwaldweg 1 14050 Berlin, Gartenordnung in der Fassung der Beschlüsse des Bezirksverbands und des Landesverbands Berlin der Gartenfreunde e. V. - Stand Januar 2006)

 

Alternativ zu den einzelnen Kompostanlagen auf den einzelnen Parzellen haben einige Kleingartenanlagen einen gemeinsamen Kompostplatz für alle Kleingärtner des Vereins angelegt. 

 

Das Plus der organischen Düngung

"Der Einsatz von Komposterde fördert nicht nur die Nährstoffzufuhr, sondern auch das Bodenleben und den Humusaufbau – genau wie Mulch oder die Hinterlassenschaften von Tieren, also Mist. Die darin enthaltenen Bodenorganismen schaffen durch ihre Tätigkeit im Boden eine stabile, fruchtbare Krümelstruktur, der Kompost und andere organische Substanz wird langsam von ihnen abgebaut. Die Nährstoffe werden nach und nach freigesetzt und stehen den Pflanzen je nach Bedarf zur Verfügung. Auch im Fachhandel werden zahlreiche organische Dünger für den Garten angeboten, zum Beispiel Kompostpräparate, Kräuterextrakte, Regenwurmkot oder Düngemittel aus pflanzlichen Bestandteilen und Hornspänen. Wegen kurzer Transportwege sollte Dünger aus heimischer Produktion bevorzugt werden.

Weniger ist mehr

Kompost aus dem Garten sollte sparsam verwendet werden. Es ist ratsam, nur bei Bedarf und in Maßen zu düngen. Als Faustformel gilt, dass 3 bis fünf Liter Kompost (nehmen Sie einen Küchenmessbecher zu Hilfe)  pro Quadratmeter und Jahr für Pflanzen mit mittlerem Nährstoffbedarf ausreichend sind. Starkzehrer, wie alle Kohlarten, Tomate oder Kürbis vertragen etwas mehr.

 

Klimabelastung durch mineralische Kunstdünger

Für die Herstellung synthetischer Kunstdünger werden bis zu zwei Liter Erdöl je Liter Dünger verbraucht. Doch nicht nur der große Energieverbrauch ist ungünstig, die Nährstoffe aus synthetischen Düngemitteln stehen den Pflanzen sehr rasch und in zu großer Menge zur Verfügung. Dies führt meist zu einer Überversorgung der Pflanzen, vor allem mit Stickstoff und Phosphor, was zu geilem Wachstum führt die Pflanzen schwächt und anfällig für Schädlinge macht. Überschüssiger Stickstoff wird zudem leicht ausgewaschen, wodurch das Grundwasser belastet wird, Phosphat im Boden festgesetzt, so dass er nicht mehr für die Pflanzen verfügbar ist."

(Quelle: http://www.kleingarten-bund.de/de/garten/umwelttipp/kompost/ letzter Download 16.04.2016)

 

Zusammenfassung der Vorteile von Kompost:  

  • Feuchtigkeit im Boden wird festgehalten
  • Boden wird durchlüftet, die Bearbeitbarkeit wird erleichtert
  • dem Boden werden Spurenelemente zugeführt
  • Bodengare und Bodenfruchtbarkeit werden verbessert
  • Bodenorganismen werden mit Nahrung versorgt
  • Nährstoffzufuhr an die Pflanze wird reguliert, da weitere Zersetzung nach und nach statt findet

 

weiteren Informationen

zum Thema Kompost finden Sie hier: 

Online-TippOnline-Tipp

 

 

Kompostwiki - eine gemeinschaftliche Wissensdatenbank zum Thema Kompostierung

 

 



 

Probieren Sie es selber aus!

Ihre Pflanzen und die Umwelt danken es Ihnen.

 

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