Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Auf Social Media teilen

In Laub ist Leben!

Herbstzeit bietet wunderschöne farbige Blätter im kompletten Spektrum von Gelb-rot-braun-grün. Eine wahre Pracht  - doch nach und nach verlieren die Bäume und Büsche ihre Blätter - die Blätter rieseln zu Boden und liegen mehrere Zentimeter hoch auf dem Rasen und in den Beeten.

Wer die leuchtenden Farben im herbstlichen Wald oder auch in Kastanien, Ahornbäumen und Buchen im Gartenbereich genießen kann, der wird vermutlich auch mit Laub bedeckte Beete und andere Gartenbereiche als schöner empfinden, als nackten und überfrorenen Gartenboden. Von vielen Gartenbesitzern wird das Laub jedoch einfach nur entsorgt, weil sie es als Abfall betrachten. Lassen Sie sich nicht vom eventuell übertriebenen Ordnungssinn Ihrer Nachbarn anstecken - in Laub ist Leben!

Laub - das Gold des Gärtners?

Regelmässiges Entfernen von Laub auf Zufahrts- und Gehwegen ist ausgesprochen sinnvoll, um Unfällen vorzubeugen. Doch vermeiden Sie bitte die Verwendung von sogenannten  "Laubsaugern" - Bei Verwendung dieser Geräte werden eine Unzahl von Kleintieren, darunter mit Sicherheit viele Gartennützlinge, unnötigerweise getötet oder zumindest schwer geschädigt; im heimischen Gartenbereich sollte es meist möglich sein, das Laub ganz konventionell (und die Nerven der Nachbarn schonend) mit dem Einsatz von Besen und Schubkarre zu entfernen.

Wo auch immer Sie einen Ort im Gartenbereich finden, an dem das Laub verbleiben kann, schaffen Sie ein "Plus für die Natur".

  • Zusammengekehrtes Laub kann kompostiert und im Nutzgarten verarbeitet werden (manche Blätter wie beispielsweise Eichenlaub verrotten allerdings sehr langsam und können nur gemischt mit anderen Kompostmaterialien erfolgreich kompostiert werden). Laubkompost ist ein großartiger Kompost zur Anzucht von Jungpflanzen.
  • Auf Staudenbeete verteilt bietet die Laubschicht einen effektiven Frostschutz für die Wurzelbereiche empfindlicher Pflanzen. Da wirkt es dann als Isolierschicht und schützt so die Pflanzen vor Kälte. Außerdem trocknet der abgedeckte Boden nicht so schnell aus und Unkraut gedeiht nicht gut.
  • Das Laub wird von den Kleinstlebewesen im Boden über die Monate langsam zersetzt und wirkt dann als kostenloser Dünger. Auf diese Weise werden Nährstoffe in den Boden zurückführt, die im nächsten Frühjahr dringend benötigt werden. Schauen Sie doch einfach einmal in einem Laubwald unter die Bäume. In der Natur gibt es keinen unbedeckten Boden.
  • Laub lässt sich zusätzlich auch als Schutz für empfindliche Stauden einsetzen. Um die Staude herum werden vier Haltestäbe in den Boden gerammt, um diese Stäbe kommt dann ein Drahtgeflecht. Der Zwischenraum zwischen Staude und Drahtgitter wird mit Laub vollgestopft. Das Laub aber nicht zu eng packen, sonst kann es bei Feuchtigkeit anfangen zu schimmeln
  • Jeder Quadratmeter, der mit einer Laubschicht bedeckt ist, bietet winterlichen (Über-)Lebensraum für unzählige Kleintiere - hierunter sind viele Nützlinge zu finden und im kommenden Frühjahr wird es in Ihrem Garten umso mehr summen und brummen! Laub sorgt für eine gute Bodengare.
  • Vögel, die als Wintergäste gerne in in die Nähe unserer Häuser und in die Gärten kommen, finden in der kalten Zeit noch wertvolle Nahrungsreserven unter den schützenden Blättern. Amsel & Co picken nicht aus reinem Übermut im alten Laub herum.
  • Bieten Sie verschiedenen Kleintieren einen Überwinterungsplatz in einer ruhigen Ecke Ihres Gartens an: ein Haufen Laub - mit lockerem Zweigwerk beschwert, damit er nicht beim ersten Herbststurm davonweht - ist die beste Grundlage dafür; optimal unter schützenden Wildsträuchern aufgeschichtet. Raubmilben, Marienkäfer, Igel oder auch Erdkröten verkriechen sich in diesen Laubhaufen und stehen dann im nächsten Frühjahr rechtzeitig bereit, um Schädlinge zu vertilgen.

Laub verbessert die Bodengare

Nicht zuletzt ist Laub ein guter Bodenverbesserer; ganz gleich ob es sich um schwere oder leichte Böden handelt - bei schweren Böden macht es diese lockerer, bei leichten Böden verbessert es das Wasserhaltevermögen.

Bei leichten Böden (d. h. Boden mit relativ hohem Sandanteil) sollte es zur Flächenkompostierung angewandt werden. Dazu sollte das Laub in einer Schicht bis zu 15/20 cm Stärke auf den Boden aufgebracht werden. Bei kleineren Flächen kann das Laub vorher auf dem Rasen mit dem Mäher zerkleinert werden, dann verrottet es noch besser.

Schwerer Boden kann vorher umgegraben und in grober Scholle belassen werden. Durch die unregelmässige Oberfläche wird das Laub gerne mal weggeweht. Daher als Windschutz einiges Zweigmaterial auflegen oder etwas Erde überstreuen. Von nun an arbeitet die Natur für uns - im Frühjahr ist die Laubschicht auf ein Minimum geschrumpft und kann entweder oberflächlich in den Boden eingearbeitet werden oder abgeharkt auf den Kompost gegeben werden.

Je nachdem wieviel Laub aufgebracht wurde, wird sich nach 3-4 Jahren eine sehr deutliche Verbesserung des Bodens zeigen.

dekoratives Laub

Laub ist nicht nur nützlich im Garten - es ist auch dekorativ. Ihre Kinder und Sie können damit herrliche Dekorationen herstellen. Aus reinem Laub oder zusammen mit den anderen typischen natürlichen Bastelmaterialien, die Mutter Natur uns anbietet: Kastanien, Eicheln, Beeren und Zweige von Bäumen oder Nadelgehölzen.

Einige Tipps dazu:

Grids Bastelecke - Basteln mit Laub für Kinder

Herbstlaub als Blumenübertopf-Manschette

Heimwerker.de Basteln mit Herbstlaub und Blättern

Herbstlaub dekorieren mit Laub

Cookie-Regelung

Diese Website verwendet Cookies, zum Speichern von Informationen auf Ihrem Computer.

Stimmen Sie dem zu?